Bericht vom Europawahlparteitag der AfD aus Magdeburg

Wer immer gedacht hatte, nach der Besetzung von Bundestag und 16 Länderparlamenten ginge der Alternative für Deutschland das erstklassige Personal aus, wurde eines Besseren belehrt. Bei guter Stimmung und ausgewogenen Vorstellungsreden präsentierten sich Kandidaten, die das komplette Spektrum der neuen Volkspartei AfD darstellten.

Und auch die für die Europawahl gewählten Kandidaten bilden dies ab. Von links über liberal bis rechts. Vom Gewerkschafter bis zum Manager. Vom Steiger bis zum Professor. Männer wie Frauen. Anwälte, Techniker, Kaufleute, Naturwissenschaftler und Politologen. Die Hälfte mit höheren akademischen Weihen. Fast alle mit einem internationalen Hintergrund und Erfahrungen aus vielen Ländern.

Die Reden einte der Gedanke, dass man für ein Europa der Vaterländer sei, dass man sich wieder auf die Kernaufgaben konzentrieren wolle und das Deutschland seine nationale Souveränität zurückerlangen müsse.

Der einzige, aber wesentliche Dissens bestand in der Ansicht über die Notwendigkeit den Moloch EU zu verlassen und den richtigen Zeitpunkt dafür zu wählen. Hier bestand eine Spannbreite von Austritt sofort bis zu dem Wunsch, es erst einmal mit der EU noch zwei bis drei Wahlperioden zu versuchen, das System zum Positiven zu wenden.

Den Glauben an Letzteres dürften die wenigsten Delegierten teilen. Der Applaus für einen zeitnahen Austritt als Konsequenz aus einem Scheitern war deutlich zu vernehmen.

 

Peter Lutz

Sprecher der AfD Hochtaunus

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