1. Bad Homburger Wirtschaftsforum der Desiderius-Erasmus-Stiftung

Im Steigenberger Hotel zu Bad Homburg startete am 1. November das neue Bad Homburger Wirtschaftsforum. Als Hauptredner hatte die Desiderius Erasmus Stiftung den Journalisten und Bestseller-Autor Dr. Bruno Bandulet eingeladen, diese Frage zu beantworten. Bandulet nannte gleich zu Beginn die mindestens erforderlichen Massnahmen zur Reform der EU und, damit eng verwoben, Forderungen in Bezug auf EZB und Euro. So habe die EU ihre eigenen Gründungsverträge fortlaufend verletzt: es habe z.B. viele Verstösse gegen den Stabilitätspakt gegeben, aber niemals auch nur eine einzige Strafe. Nach den Verträge habe die EZB nur ein einziges Mandat: Bewahrung der Preisstabilität. Euro Rettung sei nicht die Aufgabe der EZB. Es müsse auch geändert werden, dass jedes Land nur eine einzige Stimme habe, das sei gerade für den grössten Nettozahler Deutschland unzumutbar. Das Target-Salden-System müsse reformiert werden und die EZB dürfe nicht mehr wertlose Anleihen bankrotter Staaten unbegrenzt aufkaufen. Bandulet erläuterte ausführlich, wie ein Verlassen des Euro für Deutschland („Dexit“) aussehen könnte und verwies in Bezug auf Details auf sein Buch „Beuteland“. Als Zweitreferent berichtete der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD Landtagsfraktion, Andreas Lichert, aus der Arbeit im hessischen Landtag. Die anschliessende lebhafte Diskussion der zahlreichen Teilnehmer mit den Referenten moderierte der Unternehmensberater Peter Lutz. Es ergab sich ein breiter Konsens, dass es so wie gegenwärtig nicht weitergehen könne. Wenn die EU und das Euro System jetzt nicht grundlegend reformiert würden, bliebe wirklich nur der Dexit.

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