Statt geschürter Angst: Risikogruppen besser schützen

Oberursels Bürgermeisterkandidat Peter Lutz zur Corona-Lage im Dezember 2020:

Die gegenwärtige Corona-Hysterie überlagert alle Themen, obwohl wir auf das Jahr gesehen keine Übersterblichkeit haben. Im Winter 2017/18 waren weit mehr Grippetote zu beklagen. Auch heute liegt die Sterblichkeit wegen anderer Todesursachen um ein Vielfaches über den Zahlen der „im Zusammenhang mit Corona Gestorbenen“.

Die medial geschürte Hysterie ermöglicht es den Herrschenden, per neuem „Ermächtigungsgesetz“ die Grundrechte der Person, der Versammlungsfreiheit, der Freizügigkeit und der Unverletzlichkeit der Wohnung einzuschränken. Diese Grundrechtseinschränkungen erinnern an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte. Alle Einschränkungen widersprechen, bezogen auf die aktuelle Gesundheitslage, dem Verfassungsgrundsatz der Verhältnismäßigkeit. Zum Vergleich: letztes Jahr starben 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, jedes Jahr sterben rund 40.000 Menschen an Streptokokken und Grippe, cirka 30.000 Menschen an größtenteils vermeidbaren Krankenhauskeimen.

Die geschürte Angst hält die meisten Menschen jedoch davon ab, die Corona-Grippe vernünftig und sachlich zu bewerten. Stattdessen wird gedroht, moralisiert und angezeigt. Denunziantentum und Blockwartdenken herrschen wie seit 1933 nicht mehr.

Wir sollten die Krankheit besser nüchtern betrachten und bekämpfen. Risikogruppen, insbesondere Alte und Kranke in Pflegeheimen und Krankenhäusern, bedürfen eines besonderen Schutzes. Wir können aber nicht aus unseren Städten und aus dem ganzen Land ein Pflegeheim machen, ohne gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden davonzutragen. Daher sind den Bürgern ihre Freiheiten und Rechte zurückzugeben. Der mündige Bürger wird damit verantwortungsvoll umzugehen wissen.

Statt des staatlich verordneten Bewegungsmangels brauchen wir Sport in Schulen und Vereinen, an der frischen Luft wie auch in Turnhallen, in Fitnessstudios und Schwimmbädern, wenn wir die Volksgesundheit nicht gefährden wollen. Und das alles natürlich ohne lungenschädliche Masken, die mehr einen Maulkorb für freie Bürger als einen Schutz für gesunde Menschen darstellen.

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