Jongen: Die Tat Stauffenbergs ermahnt uns zum aufrechten Gang

Berlin, 20. Juli 2021. Heute vor 77 Jahren wollten deutsche Offiziere unter der Führung von Oberst i. G. Claus Schenk Graf von Stauffenberg Deutschland von Hitler befreien und die verbrecherische NS-Politik beenden. Das Attentat scheiterte. Stauffenberg und etliche seiner Mitstreiter bezahlten ihre mutige Erhebung gegen den Diktator mit dem Leben, ihre Familien wurden unter Sippenhaft gestellt.

Hierzu äußerte sich der kulturpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Dr. Marc Jongen, wie folgt:

„Die Erinnerung an das Attentat vom 20. Juli 1944 ist auch ein Anlass, sich kritisch mit der deutschen Erinnerungskultur auseinanderzusetzen, in der die deutsche Schuld zum zentralen Bezugspunkt geworden ist, von dem aus die gesamte deutsche Geschichte betrachtet wird.

Den Männern und Frauen des 20. Juli 1944 hätte nichts ferner gelegen als eine solche perpetuierte Büßerhaltung. Sie standen nicht nur für das bessere Deutschland, sondern auch für einen aufrechten Gang. Zu erinnern ist an eine Aussage von Alexander Schenk Graf von Stauffenberg, einem älteren Bruder Claus Schenk Graf von Stauffenbergs.

Er sprach nach dem Krieg davon, dass nicht ,hunderte der edelsten Deutschen‘, gemeint waren die Männer und Frauen des 20. Juli, ‚für die Freiheit ihrer Heimat und Europas ungebrochen in einen grauenhaften Tod gegangen‘ seien, ,damit wir uns in flagellantenhafter Selbstbezichtigung ergehen‘.

Diese unmissverständlichen Worte gehören zum geistigen Erbe des 20. Juli 1944, werden aber in der schuldzentrierten deutschen Erinnerungskultur zumeist ausgeblendet. Es wird deshalb höchste Zeit, in den Vorgängen des 20. Juli auch eine Ermutigung dafür zu sehen, dass wir Deutsche uns als selbstbewusste Nation begreifen dürfen, die auf die Tat der Männer und Frauen um Stauffenberg und auf den Geist, dem diese entsprang, mit Stolz und Dankbarkeit blicken kann.“

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