Hampel: Konsequente Folgerungen aus dem gescheiterten Afghanistaneinsatz ziehen

Berlin, 9. August 2021. Zum Fall von Kundus und dem Vorrücken der Taliban in Afghanistan nach dem Abzug westlicher Truppen teilt der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Armin-Paulus Hampel, mit:

„Was wir jetzt in Afghanistan erleben, war und bleibt absehbar. Eine Provinzhauptstadt nach der anderen wird wie im Dominospiel fallen und von den Taliban eingenommen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Kabul fällt. Vermutlich werden sich wie in der Vergangenheit das Pandschirtal und Teile von Nordafghanistan gegen die Taliban halten, während eine neue Regierung das islamische Kalifat ausruft. Entsprechend haben sich schon Russland und China darauf in realpolitischer Anerkennung der Fakten eingestellt und sprechen auch offiziell mit den Taliban. Das wäre auch für die deutsche Außenpolitik der richtige Weg, um vielleicht dazu beizutragen, umfangreiche Racheakte und Flüchtlingsbewegungen wenigstens in Grenzen zu halten.

Wichtiger noch aber ist aus Sicht der AfD-Bundestagsfraktion, endlich die konsequenten Folgerungen aus diesem größten Desaster der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik auch hinsichtlich zum Beispiel Mali oder Syrien zu ziehen. Schon in den 90er Jahren war es ein strategischer Fehler die damalige Talibanregierung zu ignorieren und das politische Gespräch mit ihnen zu verweigern. Die Parallelen zu Syrien liegen auf der Hand: Nach über 10 Jahren Bürgerkrieg, in dem sich viele andere Länder manchmal mehr und oft genug auch weniger offen eingemischt haben, ist dieser Krieg de facto entschieden und die Regierung von Präsident Assad hat das Land weitgehend unter Kontrolle. Ob wir uns Bashar Al-Assad nun als Präsident wünschen oder nicht, ist de facto unerheblich. Realpolitisch und sowohl im deutschen Interesse als auch angesichts der humanitären Lage in Syrien geboten wäre das Gespräch.“

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