Stephan Protschka: Neue Bundesregierung riskiert bewusst die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln

Berlin, 5. Januar 2022. Deutschland hatte zuletzt einen Selbstversorgungsgrad für Nahrungsmittel (ohne Erzeugung aus Auslandsfutter) von nur noch 80 Prozent. Seit Jahren nimmt die Abhängigkeit Deutschlands von ausländischen Agrarflächen zu. Mittlerweile werden mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen, die für die Inlandsversorgung mit Ernährungsgütern benötigt werden, im Ausland belegt. Das haben Antworten der neuen Bundesregierung auf schriftliche Fragen des agrarpolitischen Sprechers der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, bestätigt.

Dazu Protschka:

„Insbesondere in Krisenzeiten wird deutlich, wie wichtig die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln für Deutschland ist. Schon heute werden mehr als die Hälfte der für den Inlandsverbrauch benötigten Agrarflächen im Ausland belegt. Ein Selbstversorgungsgrad von nur noch 80 Prozent sollte daher bei der neuen Bundesregierung die Alarmglocken schrillen lassen. Wenn wir nicht noch abhängiger von Lebensmittelimporten werden wollen, dann können und dürfen wir uns den Luxus einer weiteren Extensivierung der deutschen Landwirtschaft, wie beispielsweise durch verpflichtende Flächenstilllegungen im Rahmen der EU-Agrarpolitik oder die künstliche Ausweitung des ökologischen Landbaus, nicht länger leisten.

Im Interesse der heimischen Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln fordern wir deshalb die neue Bundesregierung auf, ihren Irrweg zu beenden und stattdessen die Rahmenbedingungen für eine nachhaltig intensive Landwirtschaft zu schaffen. Wissenschaftliche Studien belegen eindeutig, dass sich auf diese Weise sowohl der höhere Lebensmittelbedarf für die wachsende Bevölkerung als auch ein größtmöglicher Nutzen für die Biodiversität erzielen lassen. Besonders wichtig ist uns als AfD-Bundestagsfraktion dabei, dass sich die Landwirtschaft für die deutschen Bauern künftig wieder rentiert, um dem zunehmenden Höfesterben entgegenzuwirken und eine möglichst große Zahl bäuerlicher Familienbetriebe zu erhalten. Denn die bäuerliche Landwirtschaft ist ein tragendes Element der nationalen und regionalen Identität und ein wertvolles Stück unserer kulturellen Eigenart. Stirbt der Bauer, stirbt das Land.“

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