Neutralitätsgebot im Fußball wahren: Keine Ramadan-Sonderregeln!

Im Profifußball muss weiterhin und uneingeschränkt das Neutralitätsgebot gelten. Das haben wir auch gegenüber der Schiri GmbH des Deutschen Fußball-Bund (DFB) in einem offenen Brief zu den Vorkommnissen beim Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und TSG Hoffenheim geäußert. In besagtem Spiel kam es erstmals zu einer durch den Ramadan begründeten Spielunterbrechung.

Nicht nur war die vom Schiedsrichter angeordnete Trinkpause für muslimische Spieler unnötig, da es bereits eine bewährte Regelung für gläubige Muslime im Profifußball gibt, das Fasten auf die spielfreie Zeit zu verschieben, sie verstößt auch gegen das Neutralitätsgebot des DFB selbst. Wir wiesen darauf hin, dass es in den allgemeinen Grundsätzen der DFB-Statuten heißt:

„Der Deutsche Fußball-Bund ist parteipolitisch und religiös neutral.“

Davon kann aber keine Rede mehr sein, wenn andere Spieler und Match-Beteiligte auf ein religiöses Verhalten Rücksicht nehmen müssen, welches in einem Fußballspiel keine Rolle spielen sollte. Die Schiedsrichter sind dabei auch noch der Gefahr ausgesetzt, als islamophob bezeichnet zu werden, sollten sie einem Spieler die Ramadan-Trinkpause verweigern.

Die bisherige Praxis der Dispens vom Fasten während der Spielzeit, um leistungsfähig zu bleiben, ist ein guter und vernünftiger Kompromiss, wie er auch seitens des Zentralrats der Muslime unterstützt wurde. DFB und DFL hatten sich dieser Ramadan-Vereinbarung ebenfalls angeschlossen. Es gibt keine Notwendigkeit für weitere Sonderregeln, die zu Lasten vieler gehen.

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